Frivol, temporeich und mitreißend

Umjubelte Premiere der "Rocky Horror Show" im Waldau      Theater

B E S E T Z U N G S L I S T E

Frank-N-FurterHans Neblung 
Riff-RaffMartin Kemner
MagentaCarola Thierheimer
Columbia Simone Endres
Rocky HorrorLicio Mariani
EddieDominik Orth
Brad MajorsMartin Niedermair
Janet Vice (sorry Weiss)Kaatje Dierks
Dr. Scott Dominik Orth
ErzählerMarkus Finkler
RalphBenjamin Zettl

Livemusik: Peter Stolle (Keyboard), Matthias Strass (Gitarre), Matthias "Matze" Petereit (Bass), Olaf Satzer (Schlagzeug), Lars Hierath (Saxophon)

Der "Palace of Darkness" wünscht weiterhin viel Erfolg.

KRITIK UND PRESSESTIMMEN

Die Welt schrieb:

Rocky Horror Bremen
Frivol, temporeich und mitreißend

Umjubelte Premiere der "Rocky Horror Show" im Waldau  Theater

Bremen hat ein neues Musical, dem der Kult vorauseilt und an dem nichts gewöhnlich ist. Die schwieirige Aufgabe, diesem Kultstatus gerecht zu werden, meistert das Ensamble der Bremer Inszenierung der  "Rocky Horror Show", die am Sonnabend Premiere feierte, bravourös. Vom ersten Takt an werden die Besucher temporeich in die Geschichte um Brad und Janet, die in die Hände des Transsylvaniers Frank-N-Furter und dessen Gefolge geraten, Keine Zeit für Langeweile: Fetzige Rockklänge und rasante Choreografien bestimmen das Bild. Nicht erst beim bekannten "Time Warp" ist der Funke auf das Publikum übergesprungen. Ein besonderes Lob gebührt Ricarda Regina Ludigkeit, die neben der Regie die mitreißenden Tanzszenen gestaltet hat.
Star des Abends ist eindeutig  Hans Neblung in der Rolle des lasziven Frank-N-Furter, der in sexy Ledercorsage und auf High Heels seinen Charme versprüht. Die Rolle des Meisters ist ihm auf den Leib geschneidert - sowohl im Spiel als auch im Gesang bleibt er stets überzeugend. Auch Kaatje Dierks und Martin Niedermair glänzen als schüchternes, verklemmtes Paar in der Welt der Unmoral. Die "Rocky Horror Show" ist auch im Waldau Theater ein Abenteuer, auf das sich der Zuschauer einlassen muss. Statt vom reinen Konsumieren lebt dieses Musical vom Mittmachcharakter. Mit Reisbeuteln, Toilettenpapier, Toastbrot und Wasserpistolen bewaffnet, freuten sich die Zuschauer auf ihren Einsatz (Empfehlung: unbedingt einen Papierhut basteln!). Als Animatör und Erzähler, der magisch ganze Spielszenen stoppt, führt Markus Finkler mit markanter Stimme durch einen gelungenen Abend. Bremen hat ein neues Musical von Format - wenngleich noch einige technische Schwächen behoben werden müssen. col


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